Energie aus der Natur  -Teil 2-

Windmühlen

Modell einer persischen Windmühle im Deutschen Museum München


Die als flache Schaufeln sternförmig um die Rotor-Drehachse stehenden Antriebselemente waren aus Holzplanken zusammengesetzt. 

Auch mit Matten oder Zweigen bespannte Holzgerippe als Antriebsflächen waren in der an Holz armen Gegend gebräuchlich.

Vor über 2500 Jahren begann man in Persien die Windkraft zu nutzen.

Eine senkrecht stehende Achse wird durch Wind angetrieben und dreht den Mahlstein.

Flache Bretter sind an der senkrechten Achse befestigt und werden vom Wind "mitgenommen". Eine Windfang-Mauer, die wie ein halber Turm geformt war, bedeckte eine Hälfte des Windrades.

Da diese Konstruktion fest zur Hauptwindrichtung ausgerichtet war,

konnte nur diese eine Windrichtung genutzt werden.


In Europa entstanden die Windmühlen wesentlich später.  
Am besten erhalten sind die Windmühlen in den Niederlanden in der Provinz Südholland.
Hier stehen 300 Jahre alte Windmühlen, die zur Entwässerung des Landes eingesetzt wurden und heute noch einsatzfähig sind.

Eine Vorform dieser Holländer-Windmühlen sind Bockwindmühlen. Sie gründeten auf einem Bock, und es war sehr schwierig, das schwere Mühlenhaus  mit dem Außenbalken in Windrichtung zu drehen.

Während die Windmühlen im ersten Video für die Entwässerung in Südholland eingesetzt wurden, dienten die meisten Windmühlen dazu, das Korn zu Mehl zu verarbeiten. Das besorgte der Müller.

Bock-Windmühle

Schnittzeichnung     Holländer-Windmühle

Mühlen-Technik

Korn mahlen