Der Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 ist das erste Automobil mit Verbrennungsmotor. Er fuhr um 12 km pro Stunde und wog 265 kg. Der Motor leistete nicht einmal 1 PS, zum Starten musste man kräftig am Schwungrad drehen.

Einige Teile seines ersten Motorwagens nahm Benz aus der Fahrradfertigung: die Räder, die Vollgummireifen, die Speichen, 

die Lager, die Vorderradgabel und sogar die Rahmenrohre.

Überall verdrängte Anfang des 20. Jahrhunderts die Automobilproduktion die Pferdefuhrwerke und nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich der Viertakt-Ottomotor durchgesetzt.











Der Ford T und der Opel Laubfrosch waren die ersten erschwinglichen Produkte einer massenhaften Automobilproduktion.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Deutschland die Automobilproduktion des VW Käfer, der auf den Kübelwagen der 1930er Jahre zurückgeht. Der Wagen für das Volk war robust, vielseitig, preiswert und belastbar – auch, wenn man viele Mitfahrer hatte. So wurde der Käfer von Volkswagen Symbol des bundesdeutschen Wirtschaftswunders und der neuen, grenzenlosen Freiheit. Nach den Entbehrungsjahren der Nachkriegszeit ermöglichte das Automobil endlich die erste Urlaubsreise.

Käfer mit der Produktions-Nummer 1.00.000 von 1955

Die Hochzeit und Krise des Autos

Auf der Suche nach Luxus und Lifestyle konnte man einige Zeit später in rasante Sportwagen wie den  Mercedes Flügeltürer steigen. Sie befriedigten die pure Lust am Fahren, bis das Jahr 1973 kam:

Ölkrise, leere Autobahnen und Sonntagsfahrverbote waren nun angesagt. Seitdem gelten vor allem Sportwagen – und in heutiger Zeit große SUV’s – als Ressourcenfresser und Klimakiller.

Die Zukunft der Automobile

Strom statt Benzin oder Diesel: Das E-Auto mit alternativen Antrieben wird zum Symbol des Wettlaufs der Automobilproduktion um den besten klimafreundlichen Antrieb. Dazu gehört die Entwicklung immer leistungsfähigerer Batterien oder alternativer Antriebe wie die Brennstoff-Zelle. 


Die Verwendung wiederverwertbarer Rohstoffe und neue führerlose Fahrsysteme sind die zukünftigen Aufgaben der Automobilproduktion.

Sollte die nächste Anschaffung ein Elektroauto sein? Wie viel CO2 verursacht ein E-Auto beim Fahren mit dem heutigen Strommix in Deutschland – der noch längst nicht zu 100% aus erneuerbaren Energieträgern stammt? Wie ist die Klimabilanz bei der Herstellung im Vergleich zu der eines Autos mit #Verbrennungsmotor? Schließlich „frisst“ die Produktion von Batterien viel Energie. Was passiert, wenn die Batterie alt und gebraucht ist? Und: Ist unser Energiesystem überhaupt für 15 Millionen E-Autos gewappnet?