Vorkenntnisse in Physik (Kl. 7)
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Oberflächliches Wissen;
fertige Bausätze verhindern Verständnis.
Selbstbau zeigt Kurzschluss-Problem;
fördert Verständnis und Fehlersuche.
Das physikalische Wissen von Schülern in der 7. Klasse ist oft sehr unterschiedlich. Das liegt teilweise an abweichenden schulischen Vorkenntnissen, aber auch an den persönlichen Neigungen und Interessen der Schüler. So ist für manche Schüler der Physikunterricht in den vorherigen Klassen ganz ausgefallen, andere hatten verschiedene Lehrkräfte, die unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt haben, und so weiter.
Daher muss zunächst allen Schülern der 7. Klasse ein solides, tragfähiges Grundwissen vermittelt werden (möglichst in Absprache mit dem Physiklehrer). Dazu gehört zunächst das Wissen um den Stromfluss im einfachen Stromkreis und die Entstehung von Kurzschlüssen.
Meine diesbezüglichen Erfahrungen haben gezeigt, dass im Physikunterricht hier oft nur oberflächliches Wissen vermittelt wird. Werden im physikalischen Experiment fertig verdrahtete Lampenfassungen benutzt, schließt man viele Detailprobleme aus, die zum Nachdenken darüber anregen, wie der Strom fließt und wodurch ein Kurzschluss entsteht.
Das zeigt sich ganz deutlich, wenn regelmäßig 20 bis 50 % aller Schüler – die theoretisch wissen sollten, was ein Kurzschluss ist – beim Selbstbau einer Lampenfassung trotzdem einen klassischen Kurzschluss einbauen. Erst hier wird ihnen voll bewusst, was es bedeutet, dass der Strom immer den kürzesten Weg nimmt. Bei dieser Gelegenheit werden die Schüler auch in die Methodik der Fehlersuche eingewiesen.
Der Teufel steckt oft im Detail. Diese Erfahrung müssen die Schüler machen, damit sie den erhöhten Schwierigkeitsanforderungen der Elektrotechnik und Elektronik in der 8. und 9. Klasse in der Praxis gewachsen sind.